Geschichte der Philosophie und Paedagogik

Montag, 10. Juli 2006

Fußball

Was musste ich gestern Abend sehen?
Zidane knockout

Das kann jawohl nicht angehen. Gleich ausweisen, würd ich sagen!

Donnerstag, 30. März 2006

Über ein Weizen

Das Wiesenbacher Weissbier schäumt extrem stark auf, die Blume hält sich sehr lange, fast länger als das Bier selbst. Recht dunkel für ein Helles und trüb in der Durchsicht. Optisch in der Klasse kaum verbesserungsfähig. Intensiv frischer Hefegeruch mit typischem leicht säuerlichen Charakter. Sobald man diese enorme Blume überwunden hat, lässt sich auch der Geschmack erkunden: Etwas überraschend...

Obwohl das Bier zu einem relativ niedrigen Preis erhältlich ist, lassen sich geschmacklich eine Vielzahl von Aromen bestimmen. Der Antrunk ist hefebetont und nur gering vernehmbar. Im Mittelteil treten sehr intensive Aromen hinzu. Komplexe Aromen kämpfen gegen den Hauch von fruchtiger Säure. Die Aromen überwiegen jedoch deutlich. Der Abgang ist zum einen blumig, zum anderen ist aber auch eine leichte Bittere erkennbar. Der Abgang verweilt schließlich im gekonnt abgestimmten Echo. Der gesamte Körper wird zudem von einem leichten Nelkenaroma beherrscht, die Feinherbe schaut kurz vorbei. Sehr ausgewogen, harmonisch und süffig.

Gedanken zu einem kürzlich getrunkenen Bier...

Relativ auffällige Flasche, da ein lilafarbendes Etikett verwendet wird. Daher vermutete ich zunächst ein Damen-Getränk. Nach näherer Betrachtung erkenne ich jedoch den Alkoholgehalt und es wird sofort deutlich: Ein Weizenbock - nichts für Frauen.

Optik: Sehr karbonisierend mit langanhaltender Blume. Ziemlich dunkel, trüb und undurchschaubar. Feinperlig. Dunkles Rubinrot.

Geschmack: Angenehmes Aroma und trotz der dunklen Farbe relativ dünnmalzig. Trotz des hohen Alkoholgehaltes sehr harmonisch und sogar ein wenig spritzig. Es dominiert noch deutlich der Hefegeschmack, daher ist der geschmackliche Unterschied zum Hefeweizen nicht so gravierend. Der Alkohol ist geschmacklich kaum zu erkennen, jedoch sicherlich gut zu spüren. Langer, typischer Weizenabgang, in dem hauptsächlich fruchtige, nuancenreiche Aromen erkennbar sind. Für ein Bier dieser Gattung ist die Süffigkeit auffällig gut. Selbst etwa eine halbe Stunde nach Austrinken des Bieres liegt mir das angenehme Aroma des Bieres noch deutlich auf der Zunge. Selten so ein nettes Bier getrunken, die Frage der Süffigkeit erübrigt sich nach dem zweiten Schluck.

Es handelt sich übrigens um den Schneider Aventinus

Montag, 20. März 2006

Vom Marionettentheater in die Freiheit - Interview mit einem Einwanderer auf La Palma

Ende letzten Monats habe ich in Geographie eine Exkursion nach La Palma gemacht. Dort haben wir eine Menge erlebt. Unter anderem haben wir auch zahlreiche Personen interviewt, die dort eingewandert sind. Das Interview mit einer Person war so faszinierend, dass ich an dieser Stelle eine Zusammenfassung seines Werdegangs veröffentlichen möchte:

Bei Wolfgang handelt es sich um einen Immigranten im Alter von etwas über 50 Jahren, der vorher in Deutschland vielfältige Berufe ausgeübt hat. Die Ausbildung zum Automechaniker unterlag nicht der Selbstwahl, sondern war bedingt durch den Zwang des Elternhauses. Aufgrund dieses Diktates konnte er sich mit diesem Beruf nicht identifizieren. Daher beschloss er, seine Beruftätigkeit auf den Beruf des Lastwagenfahrers, des Schlossers und des Bauwesens auszuweiten. Er hatte jedoch auch hier Schwierigkeiten, sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt zurechtzufinden. Bedingt durch seine anschließende Arbeitslosigkeit wurden ihm seitens des Arbeitsamtes zahlreiche Umschulungsangebote (z.B. Gärtner) gemacht. Letztendlich entschied er sich für eine Umschulung, die ihn für den Beruf des Schreiners qualifizierte.
Durch den Einzug in eine Bauwagen-WG im Hinterhof eines historischen Schlosses in der Nähe von Frankfurt ergab sich für ihn die Möglichkeit, sich eine finanzielle Absicherung zu verschaffen, indem er sich in den Gemäuern des Schlosses eine Bar eingerichtet hat. Dadurch ergaben sich jedoch familiäre Probleme, da sich seine Frau mit dem neuen sozialen Milieu nicht identifizieren konnte und sich dazu entschied, nach 5-jähriger ehe diese zu beenden.
Durch den Kontakt zu einem Immigranten aus der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik wurde sein biographischer Werdegang nachhaltig beeinflusst. Diese Person lernte Wolfgang im frankfurter Stadtpark kennen und war sofort fasziniert von seinem zwanglosen Lebensstil. Nach Phasen intensiver Beobachtung entwickelte sich schließlich ein Kontakt zwischen ihnen. Wolfgang ermöglichte es dem Bewohner des Parks, seinen Wohnsitz in die Bauwagen-WG zu verlegen. Es entstand eine sehr enge Freundschaft zwischen beiden. Wolfgangs Freund hatte eines Tages das Glück, in der Lotterie 1,2 mio. DM zu gewinnen. „Lotto King Karl“ spendierte daraufhin sich und Wolfgang aus Dankbarkeit einen Urlaub auf Teneriffa. Wolfgang war sofort sehr begeistert von der Insel mit dem angenehmen Klima und äußerte spontan den zunächst nicht ernst gemeinten Wunsch, auf der Insel die restliche Zeit seines Lebens zu verbringen. Gleichzeitig, im Jahre 1992, stellte Wolfgang fest, dass er „die Schnauze voll von Deutschland hat“. Nachdem Wolfgangs Freund nach zwei Wochen die Insel verlassen hat, hielt Wolfgang Wort und blieb auf der Insel. Der Kontakt zu Deutschland brach vollständig ab, der gesamte Hausstand verblieb dort. Lediglich mit etwas Indianerschmuck ausgestattet begann Wolfgang nun, sich seine neue Existenz aufzubauen. Zunächst verkaufte er seinen mitgebrachten Indianerschmuck, später bastelte er ihn selbst und verkaufte sein Produkt an Touristen. Zudem hielt er sich finanziell mit Straßenmusik und dem Trommelbau über Wasser. Sein erster Wohnsitz auf Teneriffa war ein besetztes Haus, welches von 20 Personen bewohnt und inoffiziell geduldet wurde. Der Kontakt zu den Einwohnern der Insel war erst dürftig und baute sich über ein ¾ Jahr mit englischer Sprache auf. Man riet ihm: „Geh nach La Palma, das ist genau das Richtige für dich!“. Ein Jahr später verließ Wolfgang dann tatsächlich die Insel und fuhr per Schiff nach La Palma. Das Wetter dort stimmte ihn zunächst negativ: „Was hast du denn da für ’ne Scheiße gemacht?“. Kurz darauf stellte er aber deutliche Unterschiede zu Deutschland fest, besonders einen Kontrast zur deutschen Mentalität. „In Deutschland laufen die Leute wie Marionetten rum“. Auf La Palma beschäftigten ihn die Probleme durch Minimallöhne und Ausbeutung im Beruf, sowie die Arbeitslosigkeit. Vier Jahre lebte Wolfgang ohne gültigen Ausweis auf der Insel, da ihm schlicht das Geld zur Verlängerung fehlte. Seit Wolfgang wieder einen gültigen Personalausweis besitzt, ist es ihm möglich, Sozialhilfe zu beziehen. Weiterhin lässt er sich auf Kosten der Sozialhilfe sein Gebiss sanieren. Zudem hat er durch seine bessere finanzielle Lage wieder Geld für Krüger-Zigaretten übrig. Sein Kontakt zu Deutschland ist weiterhin komplett abgebrochen, selbst der zu seinen Eltern. Einzig nach seinem Onkel hat Wolfgang Sehnsucht, welcher ihm in der Lebenseinstellung ähnelt. Zu diesem kann er aber keinen Kontakt aufnehmen, da er ebenfalls den Kontakt zu Deutschland komplett abgebrochen hat und sich wahrscheinlich in Afrika aufhält. Für die Zukunft wünscht sich Wolfgang eine Anstellung als Schlosser oder Schreiner und ein eigenes Grundstück. Die Anstellung erhofft er sich über „Mund-zu-Mund-Propaganda“, sieht aber trotzdem die schlechten Perspektiven. „Aber ich mache hier jeden Job“. Interessieren würde ihn zudem die Anstellung als Wanderführer, wobei ihm die Verdienstmöglichkeiten als zu gering erscheinen. Sein Verhältnis zu den deutschen Touristen beschreibt er als eher negativ, da sie sich für ihn stur und realitätsfremd zeigen. Die Vorstellungen der deutschen Touristen lassen sich oft nicht realisieren, sie hätten „keine Ahnung was hier abgeht“. Ein Umdenken, angepasst an die Insel, hat er für sich als Strategie entwickelt.

Donnerstag, 19. Januar 2006

Ohren waren einst zum Atmen da

Zufällig habe ich beim Lesen diverser Zeitungen im Internet einen interessanten Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung gesehen. Der Titel "Ohren waren einst zum Atmen da" verwunderte mich etwas. In dem Artikel wird tatsächlich beschrieben, dass die Ohren früher wohl zum Atmen benutzt wurden. Das Wissenschaftsmagazin "Nature" berichtet, Untersuchungen an einem Fischfossil hätten ergeben, dass sich die Ohren aus den Kiemen entwickelt haben. Dieses Fischfossil nennt sich "Panderichthys", lebte vor 370 Millionen Jahren, und sei eng verwandt mit den viergliedrigen Wirbeltieren. Nun gut, mit den viergliedrigen Wirbeltieren sind wir Menschen nicht so sehr verwandt. Schließlich haben wir auch einige Wirbel mehr. Der Schädel des gut 1m langen Tieres soll fischartig sein, was man nur vom Schädel weniger Menschen behaupten kann. Interessant ist aber, dass der Fisch keine Rücken- und Schwanzflosse besitzt. Aufgrund dieses Unterschiedes wird der Panderichthys nicht als Übergangsform zwischen Fisch und Vierbeiner angesehen.
Fisch1
Die Verwandtschaft zu diesem Fisch scheint nicht besonders groß zu sein. Es würde mich auch etwas wundern, warum man durch die Ohren atmen soll, wenn man doch einen Mund und eine Nase hat.

Aber was haben Ohren, Nase und Mund mit Pädagogik zutun?

Diese drei "Körperöffnungen" sind Teile unseres Wahrnehmungssystems. Aristoteles erkannte seinerzeit fünf verschiedene Sinneskanäle: Gehörsinn, Geruchssinn, Geschmackssinn, Gesichtssinn (visuelle Wahrnehmung) und Tastsinn. Die moderne Physiologie kennt für den Menschen noch vier weitere Sinne: Temperatursinn (Thermozeption), Schmerzempfindung (Nozizeption), den Gleichgewichtssinn und die Körperempfindung (Propriozeption). Einige Menschen behaupten von sich, noch weitere Sinne zu besitzen (Telepathie usw.).
Für das Lernen ist die Wahrnehmung ein entscheidender Faktor, da sie die einzige Informationsaufnahmequelle des Menschen ist. Das Gehirn nimmt diese Informationen auf und interpretiert diese nach Lust und Laune. Jeder Mensch hat nimmt die Informationen anders auf, weiterhin besteht immer eine Verarbeitung im Konstrast zwischen Innen- und Außernwelt des Menschen. Die im Gehirn gespeicherten Vorstellungen zu den aufgenommenen Informationen variieren ebenfalls. Erkennbar ist das beispielsweise, wenn ich mich mit meinem Nachbarn über "Autos" unterhalte. Er denkt beim Auto gleich an "Honda", während ich das Wort eher allgemein sehe, oder mir im ersten Augenblick eine andere Automarke vorstelle.
Problematisch wäre es, wenn sich die Wahrnehmung noch deutlicher unterscheiden würde. Immerhin unterhalte ich mich mit meinem Nachbarn noch über Autos, ob nun Honda oder Audi. Menschen mit Wahrnehmungsstörungen könnten sich sicherlich nur schwer über Autos unterhalten. Menschen mit Störungen der visuellen Wahrnehmung haben Schwierigkeiten, Formen zu erkennen, oder die räumliche Lage einzuschätzen. Auditive Störungen machen es schwer, Geräusche zuzuordnen. Im sprachlichen Bereich kann es damit Probleme geben, Worte in Laute zu zerlegen.

Bild: www.genesisnet.info

Donnerstag, 12. Januar 2006

Nichttrinklied

Das Schicksal hat es so gefügt,
daß mir am Alkohol nichts liegt.

Mich lockt nicht Bier, nicht Gin, nicht Wein -
Na ja, ein Wein, der darf schon sein.

Mich lockt nicht Korn, nicht Bier, nicht Gin -
Ist da ein Gin? Dann immer rin!

Mich lockt nicht Wein, nicht Korn, nicht Bier -
Da kommt ein Bier? Das nehmen wir!

Mich lockt nicht Gin, nicht Wein, nicht Korn -
Her mit dem Korn! Und dann von vorn:

Das Schicksal hat es so gefügt,
daß mir am Alkohol nichts liegt etc.



Dieses Lied ist natürlich kein Lied, sondern ein Gedicht. Es stammt auch nicht von mir, sondern von Robert Gernhardt und ist aus einem Büchlein namens "Reim und Zeit (Gedichte)" entnommen.

Braucht man eigentlich einen Backofen?

heizen1

Ich ziehe demnächst um. Schrecklich dabei ist nur, dass es in der neuen Wohnung gar keinen Backofen gibt. Aber ist das denn übrhaupt so schrecklich und benötige ich überhaupt einen Backofen?
Ich habe mich nun mal erkundigt, was für Backöfen es überhaupt gibt. Meistens werden Backöfen ja elektrisch betrieben. Das setzt natürlich voraus, dass man Strom in der Wohnung hat. Glücklicherweise hat meine neue Wohnung wenigstens Strom, jedoch keinen Telefonanschluß. Im Handy-Zeitalter ist ein Telefonanschluß aber nicht zwingend notwendig, es sei denn man möchte gerne seine Zeit im Internet verbringen. Über das Internet könnte man beispielsweise einen Backofen bestellen. Es gibt scheinbar vier verschiedene Arten von Backöfen. Die Funktionen sind sicherlich kombinierbar. Der meist verbreitete Backofen ist vermutlich der mit der Ober- und Unterhitze. Bei dieser Art wird die Ober- und Unterseite des Ofens mit Heizspiralen erhitzt. Durch eine natürliche Luftströmung wird die Wärme von der Seite in die Mitte des Ofens befördert, wo gerne eine Tiefkühlpizza liegt. Besser soll es mit einem Umluftofen gehen. Hierbei ist noch zusätzlich ein Ventilator im Ofen eingebaut, der die Hitze gleichmäßig verteilt. Das ist sehr praktisch, wenn man mehrere Tiefkühlpizzen gleichzeitig backen möchte, da alle gleichmäßig erhitzt werden. Außerdem ist solch ein Gerät auch noch energiesparender. Eine Weiterentwicklung des Umluftofens ist der Heißluftofen, welcher wie der Umluftofen über einen Ventilator verfügt. Der Heizluftofen verfügt weiterhin noch über eine eigene Heizwendel. Dieses Teil heizt sich elektrisch selbst auf, was sehr praktisch ist, da nun sogar das Vorheizen entfällt. Als vierte Möglichkeit gibt es noch einen Backofen mit Grill. Der Grill ist hierbei wieder eine Heizwendel, die aber an der Decke des Ofens befestigt ist. So ein Gerät benötige ich aber nicht, denn meine Mikrowelle verfügt über eine Grillfunktion. Probeweise habe ich letzte Woche versucht, eine selbstgemachte Pizza darin zu backen. Leider ist das nicht gelungen. Der Käse war zwar gut zerlaufen, der Teig hat seine Konsistenz nicht im geringsten verändert. Als Alternative bietet sich deshalb ein Miniofen an. Ein Miniofen wird meist mit Heißluft betrieben und ist damit schnell betriebsbereit. Zudem besitzt solch ein Gerät oft auch eine Grillfunktion, falls ich wirklich mal was grillen möchte. Teuer sind solche Geräte nicht, bei Ebay gibt es sie für knapp über 30€. Ob es dann aber auch wirklich geliefert wird, ist die andere Frage.


Bild: Eigene Bearbeitung

Donnerstag, 5. Januar 2006

Kälte

eiskristall

Es ist ziemlich kalt in meiner Wohnung, nur 17.7°C. Aber ich habe auch gerade gelüftet. Letzten Montag war es deutlich kälter. Da herrschte hier eine Temperatur von etwa 15°C. Ich war etwas länger als eine Woche nicht da und deshalb hatte sich die Wohnung ziemlich abgekühlt. Darum machte ich die Heizung an, um wieder auf die Normaltemperatur zu heizen. Ich fror noch einige Minuten in der Kälte, doch die Heizung sprang nicht an. Ich war etwas verblüfft und überlegte. Mir fiel auf, dass unten am Eingang ein Zettel hing, ich hatte ihm aber keine weitere Beachtung geschenkt. Schnell habe ich mich entschlossen, mir den Zettel doch noch einmal näher anzusehen. Auf dem Zettel stand nämlich, wie ich feststellte, dass die Heizung den ganzen Tag abgeschaltet worden ist. Angeblich wegen Reparaturarbeiten. Bisher hatte die Heizung stets gute Dienste geleistet, manchmal wurde es innerhalb kürzester Zeit so warm, dass man schnell wieder lüften musste. Ich konnte mir nicht vorstellen, wieso diese schöne Heizung unbedingt repariert werden musste. Bis 18 Uhr sollte sie abgestellt sein. Ich beschloss also noch einige Zeit zu warten, bis es endlich 18 Uhr wurde. Aber auch um 18 Uhr blieb die Heizung noch kalt, um 19 uhr auch noch. Gegen 19.15 Uhr beschloss ich, ein Bier zu öffnen, wodurch mir etwas wärmer wurde. Kurz nachdem ich das Bier ausgetrunken habe und mir eigentlich auch wieder warm war, sprang überraschenderweise die Heizung an. Zu diesem Zeitpunkt hatte meine Wohnung nur noch eine Temperatur von 14°C. Es dauerte einige Zeit, bis die Wohnung "glühende" 17°C hatte. Schließlich, etwa um 23 Uhr, hatte sie ganze 18,5°C erreicht. Wirklich wärmer wurde es an diesem Abend nicht mehr. Die Hitze schlug erst am nächsten Morgen durch. Nach dem Aufstehen lüfte ich grundsätzlich meine Wohnung, um dem Schimmel vorzubeugen. Das war an diesem Tag ein Fehler. Die Temperatur hat sich innerhalb kürzester Zeit wieder auf 14°C abgekühlt. Deshalb bin ich schnell unter die Dusche gesprungen, um mich wieder ein wenig aufzuwärmen. Auch das war an diesem Morgen ein Fehler. Zwar war die Dusche für etwa eine Minute relativ warm, danach hat sich die Temperatur des Wassers rapide abgesunken. Das Lauwarme war noch halbwegs erträglich. Nach ungefähr einer weiteren Minute war das Wasser deutlich kälter, als die Luft. Und die war nicht besonders warm. Ich habe schleunigst die Dusche verlassen und alle Heizungen wieder aufgedreht. Zwei Stunden später hatte meine Wohnung die gewünschte Temperatur erreicht. Jetzt konnte ich auch das Bett wieder verlassen, in dem ich mich während der letzten Kälteperiode aufgewärmt habe. Die Raumtemperatur hielt sich in der folgenden Zeit konstant. Nur die Dusche macht mir noch Sorgen. Die letzten beiden Tage habe ich es geschafft, nur 2 Minuten lang zu duschen. Die erste Minuten war wieder einigermaßen warm, bis zur lauwarmen Temperatur habe ich es ausgehalten. Ich habe auch nicht mehr den Fehler gemacht, vor dem Duschen zu lüften. Vorhin wollte ich, in der Hoffnung, dass sich die Sache mit dem Wasser wieder normalisiert hat, ein schön warmes Bad nehmen. Ich habe den Wasserhahn aufgedreht und gefühlt, ob auch wirklich warmes Wasser heraus kommt. Glücklicherweise kam es und ich habe mich schon mal reingelegt, um mich schon mal ein wenig zu wärmen. Auch das war ein Fehler. Es war wieder das selbe Theater. Die Wanne war etwa zu einem Viertel mit warmen Wasser gefüllt, danach wurde es eiskalt. Mir hat es gereicht. Ich habe unverzüglich die Hausverwaltung angerufen, damit die sich um das Problem kümmern. Ich habe dem freundlichen Mann am Telefon gründlich meine Probleme mit der morgendlichen Dusche erläutert und er versprach auch umgehende Abhilfe. Ich habe mich währenddessen im Bett aufgewärmt und machte mir eigentlich kaum Hoffnung, dass es in nächster Zeit besser wird. Normalerweise geschieht gar nichts, wenn ich mich mit der Hausverwaltung auseinandersetze. Oder wenn doch, dann nur sehr zögerlich. Nach einiger Zeit konnte ich mich schließlich wieder aufraffen und ging zum Fenster. Ich spielte mit dem Gedanken, wieder zu lüften. Mir ging es wohl wieder zu gut zu dem Zeitpunkt und wurde fast leichtsinnig. Ich kam aber noch rechtzeitig zur Besinnung. Im selben Moment sehe ich aus dem Fenster und erkenne draussen auf dem Parkplatz ein Fahrzeug - Sanitär und Heizungsbau. Ich bin gespannt, ob ich morgen länger duschen kann.

Bild: Eigene Bearbeitung

Mittwoch, 4. Januar 2006

Der Schwächere gibt nach

kampfkatze

Bei meiner morgendlichen Zigarette auf dem Balkon meiner Wohnung sind mir heute ganz merkwürdige Geräusche aufgefallen. Zunächst konnte ich diese Geräusche nicht ganz zuordnen. Ich war mir nicht sicher, ob sich meine Nachbarn wieder streiten, oder ob bei ihnen im Fernseher ein Actionfilm lief. Ich dachte mir nichts weiter dabei und wartete ab. Langsam konnte ich die Geräusche ihrem Verursacher zuordnen. Ich blickte unter meinen Balkon und sah zwei Katzen, wie sie sich prügelten. Lautes gejaule, gekreische war vernehmbar. Es flogen die Pfoten, wie zwei Ringer wechselten sie die Positionen. Mit einem mal wurde es still. Eine der Katzen konnte sich aus ihrer misslichen Lage befreien. Aber statt wegzulaufen, oder den Kampf aufs Neue aufzunehmen, blieb sie einfach stehen. Die andere Katze ebenfalls. Ich erwartete jeden Augenblick einen neuen Angrif von einer der Katzen, aber beide blieben nachwievor einfach stehen. Etwa einen Meter voneinander entfernt, schauten sich beide tief in die Augen. Wie gelähmt verharrten beide in ihren Positionen. Mit ihren Blicken schienen sich demütigen zu wollen. Ich hatte meine Zigarette längst aufgeraucht, aber beide verharrten noch immer in ihrer Lage. Ich wollte gerade wieder hineingehen, als ich sehe, wie eine der Katzen, vielleicht für eine Sekunde, den Blick abwendete. Die andere Katze nutze sofort diesen Moment der Unachtsamkeit, um diesen Kampf für sich zu entscheiden. Sie nahm die andere Katze in eine Art "Schwitzkasten" und der Kampf begann aufs Neue. Wieder war das gejaule und gekreische laut. Mir selbst wurde langsam kalt und ich ging wieder in die Wohnung. Wie der Kampf zwischen beiden ausgegangen ist, habe ich nicht mehr mitbekommen. Die Geräusche verstummten nach einiger Zeit.


Bild: Eigenes Foto

Dienstag, 3. Januar 2006

Macht es Sinn, lange zu schlafen?

schlafen

Langsam werde ich müde und habe überlegt, morgen früh auszuschlafen. Dabei machte ich mir Gedanken, ob es überhaupt Sinn macht, lange zu schlafen. Laut einer Studie der Universität Regensburg liegt die durchschnittliche Schlafdauer in Deutschland bei 6 Stunden und 59 Minuten. Das individuelle Schlafbedürfnis soll zwischen 6 und 10 Stunden liegen. Ich selbst habe letzte Nacht etwa 8 Stunden geschlafen, womit mein Schlafbedürfnis im Normbereich liegen dürfte. Vor drei Tagen lag mein Schlafbedürfnis allerdings bei 0 Stunden, was an einem Silvesterabend aber auch noch im Normbereich liegen könnte. Niedriger sollte das Schlafbedürfnis allerdings nicht werden, ich wüsste aber auch nicht, wie das möglich sein sollte. Das Thema hat mich weiter interessiert und ich habe nun weitere Informationen über den Schlaf gesucht.
Der Schlaf unterteilt sich scheinbar in drei Phasen: Leichtschlaf, Tiefschlaf und die sogenannten REM-Phasen. Unter Leicht- und Tiefschlaf könnte ich mir noch etwas vorstellen. Aber REM-Phasen? REM ist, soweit ich weiß, eine Musikgruppe. Ich habe weiter nachgeforscht und gelesen, dass Schlafende alle 1 1/2 Stunden in diesen eigenartigen Zustand verfallen. Viele Körperfunktionen verändern sich plötzlich, das Herz soll schneller schlagen und man soll häufiger atmen. Es gibt noch weitere Funktionen, die sich sehr drastisch verändern. Von einer kompletten Aufzählung möchte ich hier aber absehen. Während des Schlafes soll man in der Regel fünf mal diese Phasen durchmachen. Vor diesen fünf REM-Phasen verfällt der Körper in sogenannte "slow-wave-sleep-Wellen". Während dieser Wellen soll auch das Träumen stattfinden. Die REM-Phase dauert anfangs durchschnittlich 10 Minuten, was sich aber bis etwa 22 Minuten in der letzten Phase steigert. Während der REM-Phase ist die Weckschwelle erhöht. Wenn man während dieser Phase mehrere Nächte hintereinander geweckt wird, erhöht sich der prozentuale Anteil der REM-Phasen in ungestörten Nächten, was als "REM-rebound-Effekt" bezeichnet wird. In diesem Zusammenhang hat ein Schlafforscher namens Robert Stickgold herausgefunden, dass sich der Schlaf auf das Lernen auswirken kann. Im Schlaf soll man Gelerntes verankern können. Versuchspersonen konnten ihre Leistungen in einer Prüfung sogar um 20% verbessern, wenn sie vorher gut schlafen konnten. Die Personen, die nach dem Lernen auf den Schlaf verzichtet haben, hatten bei den Prüfungen weniger Erfolg, ihre Leistungen sanken auf ein Anfängerniveau ab.
Da ich morgen keine Prüfung schreiben muss, macht es keinen Sinn, lange zu schlafen. Ich werde es aber trotzdem tun...

Bild: Eigenes Foto

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HSE (anonym) - 30. Jun, 13:35
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recht hassu... schon verbessert
monstarr2006 - 2. Mai, 23:27

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